| Der Internetanbieter 1&1 wird zum Oktober die Auslieferung seines SmartPads stoppen, kündigte Firmenchef Ralph Dommermuth an. Allerdings bedeute dies keinen Rückzug vom Tablet-Markt.
Seit Juli liefert 1&1 das SmartPad an seine Kunden aus. Während Bestandskunden etwa 300 Euro für den Tablet-Computer bezahlen müssen, erhalten Neukunden bei Abschluss eines DSL-16.000-Tarifs die Multimedia-Tafel als kostenloses Begrüßungsgeschenk. Der Hype um das iPad hatte dem Unternehmen aus Montabaur unerwartet viele dieser Neukunden beschert. Zu viele, wie es jetzt scheint. Denn die 1&1-Führung hatte vor Beginn seiner Werbeaktion nur 25.000 dieser Geräte beim asiatischen Zulieferer NEC bestellt. Dieses Kontingent ist laut Dommermuth im September erschöpft. Zudem dauere es etwa ein Jahr, bis neue SmartPads nachgeliefert werden könnten. Bis dahin sei allerdings die Technik der aktuelle Version veraltet, weswegen sich die Unternehmensführung jetzt für das aus des Tablet-Computers entschieden habe, erklärte Dommermuth weiter. Anfang des Jahres sei das Wachstum des Marktes in dieser Form noch nicht abzusehen gewesen, erinnert sich der Firmenchef. Der Support des SmartPads soll aber auch nach dieser Entscheidung weiterhin bestehen bleiben. So soll das für September geplante Update des Betriebssystems auf Android 2.2 stattfinden.
Gerade weil dieser Markt noch viel Potential beherberge, möchte sich 1&1 jedoch noch nicht gänzlich aus dem Tablet-Geschäft verabschieden. Allerdings wollen die Verantwortlichen künftig keine Eigenentwicklungen präsentieren, sondern sich auf den Vertrieb von Geräten anderer Hersteller konzentrieren, erklärte Dommermuth. Die kostenlose Beigabe eines solchen Produkts zu einem DSL-Paket sei zukünftig jedoch nicht mehr finanzierbar.
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