| Unbestrittener Trend der diesjährigen IFA ist die 3D-Technik. In den vergangenen Jahren war die OLED-Technologie in aller Munde. Elektronikhersteller LG kombiniert nun beide Innovationen. Das Resultat ist ein 3D-Fähiger OLED-Fernseher mit einer Bilddiagonale von 31 Zoll. Er ist laut Herstellerangaben nur 2,9 Millimeter flach. Damit ist der Fernseher nicht dicker als eine durchschnittliche Fensterscheibe.
Der 31 Zoll 3D OLED TV erhält sein extrem schlankes Äußeres durch das verwendete AMOLED-Display, das die Hintergrundbeleuchtung des Panels überflüssig macht. Stattdessen dienen die einzelnen Pixel selbst als Lichtquelle, was zudem die Helligkeitswerte und den Kontrast erhöhen soll. Um 3D-Inhalte darstellen zu können, arbeitet der Flachmann nicht wie die meisten 3D-Fernseher mit Shuttertechnik. Stattdessen verbaut LG einen Polarisationsfilter, um die Bilder für das linke und das rechte Auge zu trennen. Laut Hersteller bietet das sogar Vorteile, da die korrekte 3D-Darstellung jetzt unabhängig vom Betrachtungswinkel sei. Außerdem betragen die Kosten der benötigten Polfilter-Brillen nur ein Zehntel des Preises der Shutter-Versionen. Allerdings halbiert sich die Auflösung des Bildes, weil die Darstellung des stereoskopischen Inhaltes gleichzeitig erfolgt. Bis zur Consumer Electronics Show (CES) im Januar will man jedoch die Entwicklung eines 3D-fähigen OLED-Fernsehers mit Shuttertechnik vorantreiben. Bis dahin sind Full-HD-Filme nur im 2D-Betrieb zu betrachten.
Die Serienfertigung des OLED-TVs soll erst in einem Jahr starten. Einen Preis nannte LG allerdings noch nicht. Als Orientierungspunkt, könnte aber die kleine 15-Zoll-Variante gesehen werden. Sie ist seit kurzem im Handel erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt rund 2.000 Euro. Ein Schnäppchen wird der 31-Zoll-Fernseher demnach nicht.
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