| Der Mobilfunkkonzern Telefónica O2 hat in München seinen ersten Long-Term-Evolution-Sendemast (LTE) in Betrieb genommen. Auch in Halle, Ebersberg und Teutschenthal soll bald Hochgeschwindigkeitsinternet verfügbar sein.
Nur kurz nachdem die Deutsche Telekom ihre erste LTE-Station eröffnet hat, führt O2 Deutschland den Mobilfunk-Standard der vierten Generation in München ein. Mit ihm sollen nun Internet-Downloads von fast 100 Megabit pro Sekunde möglich sein, gab O2 offiziell bekannt. Laut O2-Deutschland-CEO René Schuster will der Netzbetreiber demnächst drei weitere LTE-Standorte in Betrieb nehmen. Zu diesen gehören Halle, dessen Vorort Teutschenthal sowie das nahe München gelegene Ebersberg. Während O2 in den Großstädten auf Frequenzen im 2,6-Gigahertz-Bereich zurückgreift, verwendet der Netzanbieter in den ländlichen Gebieten eine 800-Megahertz-Frequenz. Diese stammen aus der Digitalen Dividende. Sie sind also mit der Digitalisierung des Rundfunks frei geworden und müssen laut den Bestimmungen der Bundesnetzagentur zur Abdeckung von Gebieten verwendet werden, in denen noch kein schnelles Internet zur Verfügung steht.
Zukünftig soll es dank des LTE-Mobilfunkstandards kein Problem sein, große Datenmengen aus dem Internet auf das Handheld herunterzuladen. Das ermöglicht das Streaming von HD-Filmen oder das Spielen von Online-Games. Zu möglichen Preisen äußerte sich O2 allerdings noch nicht. Einzig Wettbewerber Vodafone hat auf der IFA Preismodelle für seinen LTE-Zuhause-Tarif vorgestellt. Einen Breitbandzugang mit bis zu 7,2 Megabit pro Sekunden und einem Datenvolumen von 10 Gigabyte können Vodafone-Kunden für etwa 40 Euro pro Monat nutzen. Die Spitzengeschwindigkeit von bis zu 50 Megabit pro Sekunde und 30 Gigabyte Volumen soll monatlich rund 70 Euro kosten.
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