| Sony steckt in einer der größten Krisen der Unternehmensgeschichte und die Situation spitzt sich dramatisch zu. Die Verluste des vergangenen Geschäftsjahres werden jüngsten Informationen zufolge doppelt so hoch ausfallen, als bisher vermutet. Im Februar ging das japanische Unternehmen von einem Minusgeschäft von rund 220 Milliarden Yen aus. Aktuell prognostiziert die Leitung einen Verlust von 520 Milliarden Yen, was umgerechnet etwa 4,9 Milliarden Euro entspricht. Nun bestätigte Sony die Entlassung von 10.000 Mitarbeitern.
Der neue Sony-Chef Kazuo Hirai stellte einen Fünf-Punkte-Plan vor, der das Geschäft wiederbeleben soll. Darunter zählen auch Umstrukturierungsmaßnahmen, die den Abbau von weltweit 10.000 Stellen betreffen. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, soll die Stellenstreichung durch die bereits bekannt gegebene Konsolidierung des Chemiegeschäfts sowie kleinerer und mittlerer LCD-Bereiche erfolgen.
Vor allem die schwache Fernsehsparte soll laut Plan bis Ende 2014 wieder Gewinne einbringen. Hierfür will das Unternehmen die Qualität der Produkte verbessern sowie die Zahl der Modelle um 40 Prozent verringern. Wie heise online schreibt, sollen demnach die Fernsehgeräte der Bravia-Serie eine bessere Bild- und Tonqualität erhalten. Außerdem werden die Technologien OLED und Crystal LED Display vorangetrieben.
Im mobilen Segment sollen wiederum Tablet-PCs, Smartphones sowie Vaio-Notebooks für höhere Umsätze sorgen. Darüber hinaus will der Hersteller das „Sony Entertainment Network“ auf möglichst vielen Geräten anbieten. Bis zum 31. März 2015 will der Konzern mit diesen Maßnahmen einen Umsatz von sechs Billionen Yen erzielen, was rund 56 Milliarden Euro entspricht.
|